Heilkurort Franzensbad

Heilkurort Franzensbad (tschechisch Františkovy Lázně) ist eine Stadt in Tschechien und ein sehr bekannter Kurort. Er liegt im äußersten Westen der tschechischen Republik im grenzüberschreitenden Bäder-Winkel Bad Brambach-Bad Elster-Franzensbad-Marienbad-Karlsbad. Alle genannten Badeorte liegen nur 20 bis 50 Kilometer voneinander entfernt.

Die Geschichte von Franzensbad

Schon Ende des 14.Jahrhunderts kannte man die Heilkraft der Quellen, die bei den Orten Triesendorf, Trebendorf, Rohr, Lehenstein, Tirschnitz und Schlada in der Nähe von Eger aus der Erde traten. Im 17.Jahrhundert begannen geschäftstüchtige Egerer Bürger es zu schöpfen und in Eger und Umgebung zu verkaufen, später auch in Tonflaschen verpackt in den Versand zu bringen. Im Jahr 1705 wurde eine Quelle in Stein gefasst und ein Gästehaus um sie herum errichtet und die ersten Gäste konnten hier Bäder nehmen und 1793 gründete sich mit Förderung von Kaiser Franz II der Ort Franzensbad mit der Franzensquelle. 1827 entstand dann das erste große Badehaus an der Franzensquelle und nach und nach wurden 24 Quellen erschlossen, von denen 12 heute noch betrieben werden. Anfang des 19.Jahrhunderts war Franzensbad eines der bekanntesten Moor-Heilbäder in Europa und besonders bei Frauenleiden aber auch bei Krankheiten der Nieren und der Blase, bei Verdauungsstörungen und Erkrankungen der Atemwege sehr wirksam. Nach dem ersten Weltkrieg und der Gründung der Tschechoslowakei verblasste der Ruhm von Franzensbad langsam und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war der Kurbetrieb fast am Erliegen. Erst nach 1989 nach der Reprivatisierung der Kuranlagen ging es mit dem Heilkurort Franzensbad wieder aufwärts. Die ehemals prächtigen Häuser des Klassizismus und der Belle Epoche wurden zum großen Teil aufwändig renoviert, der Kurpark und die Badehäuser neu gestaltet und eine große Werbekampagne eingeleitet. Heute ist Franzensbad genau wie Karlsbad und Marienbad wieder ein sehr beliebter Kurort mit vielen internationalen Gästen. Auch die Umgebung des Heilkurortes Franzensbad ist sehr reizvoll.

Die Quellen von Heilkurort Franzensbad

Die Quellen vom Heilkurort Franzensbad sind alle schwefelhaltig und schwach alkalisch und haben eine Temperatur um die 11 Grad Celsius. Sie gelten als Sauerbrunnen. Nicht alle eignen sich für Trinkkuren, manche auch nur für Badekuren. Besonders bekannt sind neben der Franzensquelle die Adlerquelle, die Cartellieri-Quelle, die Kalte Quelle, die Erikaquelle, die Eisenquelle und die Luisenquelle.

Fazit

Franzensbad, der kleinste aber wohl auch bezauberndste der drei Bäderorte im westböhmischen Bäderdreieck liegt gerade mal 7 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Seine Quellen haben eine hervorragende und gesundheitsfördernde Qualität, die Lage des Ortes, die gute Luft und nicht zuletzt auch die tolle tschechische Küche machen einen Besuch im Heilkurort Franzensbad zum besonderen Erlebnis.

(Visited 110 times, 1 visits today)